Nachhaltige Beschaffung leicht gemacht mit der BBG

Anlässlich des „Tags der Umwelt“ wollen wir der Frage nachgehen, wie eine nachhaltige öffentliche Beschaffung möglich ist. Erfahren Sie mehr in unserem Faktencheck!

# 1 Umweltgerechtheit im Bundesvergabegesetz (BVergG)

Im §20 Abs. 5 des BVergG ist geregelt, dass bei Vergabeverfahren auf die Umweltgerechtheit der Leistung Bedacht zu nehmen ist. Es handelt sich hier um eine Bestimmung, die öffentliche Auftraggeber zum Handeln verpflichtet. Um eine Anleitung zu bieten, wie dies konkret in Ausschreibungen zu übersetzen ist, wurde der Aktionsplan für nachhaltige Beschaffung mit einem Kriterienkatalog geschaffen. Zur Unterstützung unserer Kunden werden diese „naBe-Kriterien“ von der BBG in die Ausschreibungen übernommen und auf Vertragsebene im e-Shop angezeigt.

# 2 Spezifikationen für eine nachhaltige Beschaffung

Bei der Obst- und Gemüse-Ausschreibungen der BBG wurden technische Spezifikationen genutzt und zwei eigene Lose für biologisches Obst und Gemüse ausgeschrieben. Die zusätzliche regionale Losteilung stellt die Verfügbarkeit von saisonalem Obst und Gemüse und kurze Transportwege sicher.

#3 Zuschlagskriterien wirken sich auf Umweltgerechtheit aus

Darüber hinaus können auch Punkte für das Vorhandensein von Umweltmanagementsystemen oder die Nutzung von nachhaltigen Verpackungssystemen vergeben werden.

#4 Nachhaltige Beschaffung ist nicht zwingend teurer

Eine Studie aus Berlin (Öko Institut Berlin) belegt, dass umweltfreundliche Produkte unter Betrachtung des gesamten Lebenszyklus teilweise sogar kostengünstiger sind.  Diese Betrachtung nennt man den sogenannten Total Cost of Ownership (TCO) Ansatz. Seit vielen Jahren verfolgt die BBG bereits den TCO-Ansatz und berücksichtigt bei der Preiskalkulation neben den Anschaffungskosten (z.B. Einkaufspreis, Transport und Installation), auch die Nutzungskosten (z.B. Energie- und Materialverbrauch), die Wartungskosten (z.B. Ersatzteile, Lagerung) und die Entsorgungskosten (z.B. Recycling, Entsorgung, Restwert).

Diese Tipps von unseren Einkaufsexpertinnen und Experten helfen Ihnen bei Ihrer nächsten nachhaltigen Beschaffung:

  1. Nutzen Sie die Verträge der BBG in denen die naBe-Kriterien umgesetzt werden; dies wird auf Vertragsebene im e-Shop angezeigt.
     
  2. Fassen Sie Bestellungen zusammen um unnötige Transportwege zu vermeiden.
     
  3. Entwickeln Sie eine organisationsübergreifende umweltfreundliche Einkaufsstrategie und holen Sie sich dafür Unterstützung von der naBe-Plattform. Denn auch eine nachhaltige Beschaffung Beginnt Gemeinsam.
     
  4. Halten Sie beim Einkauf Ausschau nach Produkten, die mit einem staatlich anerkannten Umweltzeichen wie z.B. dem österreichischen Umweltzeichen markiert sind.