BBG gewährleistet Versorgungssicherheit bei Schutzausrüstung

Die Bundesbeschaffung GmbH hat als verlässlicher Einkaufspartner der öffentlichen Hand rasch reagiert und gewährleistet die Versorgungssicherheit bei Schutzausrüstung für das Krisen- und Vorsorgemanagement. Für öffentliche Auftraggeber wurden die notwendigen Rahmenvereinbarungen erfolgreich abgeschlossen und stehen ab sofort zur Verfügung.

Bereits in den ersten Tagen und Wochen hatte die BBG im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages rasch reagiert und begonnen, die Bedarfsdeckung von benötigten Schutzartikeln über die Gesundheitseinrichtungen hinaus sicherzustellen. Für diese öffentlichen Auftraggeber - insbesondere Bundesministerien und kritische Infrastrukturbetreiber - wurde die benötigte Ausrüstung für das Krisen- und Vorsorgemanagement seit Ende Februar einerseits durch aktive Unterstützung der BBG, andererseits durch direkte Bestellvorgänge zwischen den Bedarfsträgern und BBG-Lieferanten umfassend zur Verfügung gestellt.

Daraufhin wurde die Bedarfslage durch die BBG bei in Betracht kommenden öffentlichen Auftraggeber sachkundig abgefragt. Dabei wurde das „Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement“ eingebunden. Die übermittelten Rückmeldungen dienten als Grundlage für die Planung und Umsetzung der Folgevergaben.

Folgende Vergaben wurden in den vergangenen Tagen rechtsgültig abgeschlossen:

  • Schutzmasken - GZ 4601.03645
  • Schutzbekleidung und Schutzausrüstung - GZ 4601.03646
  • Einmalhandschuhe - GZ 3703.03644
  • Desinfektionsmittel - GZ 4803.03643
  • Kontaktlose Fieberthermometer - GZ 3702.03649
  • Beatmung und Absaugung - GZ 3703.03648

Diese aktuell abgeschlossenen Verfahren sind, im Sinne des Krisen- und Vorsorgemanagements, als flexible Rahmenvereinbarungen für eine Laufzeit von vier Jahren aufgesetzt. Es besteht keine Abnahmeverpflichtung, im Falle der tatsächlichen Bestellung muss der Vertragspartner jedoch liefern. So schafft die BBG mit diesen Rahmenvereinbarungen die Grundlage dafür, dass im Anlassfall von öffentlichen Auftraggebern unter vorab definierten Bedingungen und ohne neuerliche Durchführung eines Vergabeverfahrens beschafft werden kann.

Die ausgeschriebenen Rahmenvereinbarungen wurden mit jenen Unternehmen, die geeignet sind und gültige ausschreibungskonforme Angebote gelegt haben, abgeschlossen. Versorgungssicherheit ist unabdingbar, daher haben alle befugten, leistungsfähigen und zuverlässigen Unternehmen die gleiche Chance als Partner der Rahmenvereinbarungen ausgewählt zu werden und im Bedarfsfall vertraglich definierte Leistungen zu erbringen, sofern ihre Produkte der geforderten Qualität entsprechen. Insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen stehen die Kooperation als Bietergemeinschaft oder Subunternehmer offen. Außerdem wurde bei der Festlegung der Eignungskriterien auf kleinere und mittlere Unternehmen Rücksicht genommen.

In diesem Sinne wurde von der BBG auf eine Losteilung verzichtet. Anstelle dessen wurden die Produkte im Leistungsverzeichnis definiert. Beispielsweise wurden bei Schutzmasken 17 verschiedene Qualitäten und Normen berücksichtigt, bei Schutzbekleidung 23 verschiedene Artikeln. Die Bieter hatten so die Möglichkeit zu einzelnen Produkten Angebote zu legen und konnten somit auch für Teilmengen Rahmenvereinbarungspartner werden.

Im Falle der Ausschreibung der Schutzmasken erhielten Bieter die Mindestanforderung, dass die Produkte zum Zeitpunkt der Auslieferung eine Mindesthaltbarkeit von mindestens vier Jahren aufweisen. Weiteres müssen, auf Anfrage der Auftraggeber, Prüfberichte zu den aktuell ausgelieferten Chargen vorgelegt werden. Sämtliche für den medizinischen Bereich vorgesehene Masken müssen CE zertifiziert sein und insbesondere den Bestimmungen der europäischen Norm EN 14683 in sämtlichen Teilen entsprechen. Im Sinne der Versorgungssicherheit konnten zusätzlich auch Masken mit erfolgreicher CPA-Prüfung angeboten werden.

Fragen während der Vergabe wurden den Bietern mittels der genutzten elektronischen Vergabeplattform beantwortet. Durch diesen transparenten und nachvollziehbaren Informationsaustausch ist ein fairer Wettbewerb gewährleistet. Darüber hinaus ist so sichergestellt, dass alle Bieter ihre Angebote auf Basis der gleichen Ausschreibungsunterlage legen können.

Der Prüfablauf beinhaltete eine Evaluierung der unternehmensbezogenen Kriterien und insbesondere die Detailprüfung der angebotenen Produkte. Kernthemen waren die Befugnis, d.h. die Gewerbeberechtigung, die finanzielle, technische und wirtschaftliche Eignung sowie die Nachweise auf Produktebene. Alle Kriterien waren auf das notwendige Maß reduziert und ermöglichten es insbesondere auch Klein- und Mittelbetrieben teilzunehmen.

Als Ergebnis kann der jeweilige öffentliche Auftraggeber auf Basis der Qualitäten, Verfügbarkeit, des Produktions- und Lagerorts, der Lieferzeit und des Preises jeweils angepasst an seinen Bedarf und die jeweilige Beschaffungssituation entscheiden. So entsteht eine maximal flexible und vergaberechtlich abgesicherte Einkaufsmöglichkeit für unsere Kunden und eine zuverlässige Plattform für unsere Auftragnehmer. Dafür stehen 51 geprüfte Lieferanten aller Unternehmensgrößen - von Klein- und Mittelbetrieben bis hin zum Großunternehmen - einschließlich der derzeitigen österreichischen Produzenten zur Verfügung. Die neuen Rahmenvereinbarungen enthalten die Möglichkeit gemeinsam mit den Lieferanten vorbereitende Lager aufzubauen. Für öffentliche Auftraggeber ist damit die bestmögliche Verfügbarkeit sogar in Krisenzeiten grundsätzlich möglich.

Die anhaltende Nachfrage nach diesen Produkten und Dienstleistungen in den ersten Tagen bestätigt das Interesse der öffentlichen Auftraggeber. Als verlässlicher Einkaufspartner der öffentlichen Hand ist es uns ein Anliegen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Aus diesen Gründen sieht die BBG von einer V-Charge bei oben genannten Rahmenvereinbarungen ab.

Um auch neuen, innovativen Lösungen die während der Laufzeit der Rahmenvereinbarung auf den Markt kommen eine Chance zu geben, hat die BBG einen Marktplatz eingerichtet. Durch diesen Marktplatz können öffentliche Auftraggeber auf besonders nachhaltige und innovative Lösungen zurückgreifen.

Foto: Frau beim Tragen einer Schutzmaske