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2. Platz für Bundesbeschaffung bei „European E-Government Award“
Wien, 20.11.2009. Die Bundesbeschaffung hat mit ihren E-Procurement-Lösungen den 2. Platz beim „4. europäischen E-Government-Award“ gewonnen. Die BBG trat in der Kategorie 3 – „Steigerung der Effizienz und Effektivität der Verwaltung“ – an, in der mit 118 Einreichungen aus ganz Europa die meisten Bewerbungen vertreten waren.
„Dass wir in der am härtesten umkämpften Kategorie den zweiten Platz gemacht haben, ist eine wichtige Auszeichnung für uns. Sie zeigt, dass wir mit unseren elektronischen Einkaufslösungen nicht nur auf dem richtigen Weg sind, sondern auch Vorbildcharakter für ganz Europa haben“, sagt Andreas Nemec, Geschäftsführer der Bundesbeschaffung, stolz. Die BBG punktete insbesondere mit ihrem e-Shop, der eine gebündelte und effiziente Beschaffung erst möglich macht. 2008 wurden aus dem Portfolio der BBG Waren und Dienstleistungen im Wert von 829,8 Millionen Euro abgerufen. Dabei konnte durch Bündelung und Standardisierung der Kundenwünsche eine Kosteneinsparung von 177,6 Millionen Euro bzw. 17,6% erreicht werden. Rund 200 Millionen Euro des Beschaffungsvolumens wurden über den e-Shop der Bundesbeschaffung abgerufen. 12.800 Kunden sind im e-Shop registriert – sie führten 2009 rund 36.000 Online-Bestellungen durch.
Die Bundesbeschaffung ist mit ihren Erfahrungen nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa Vorbild beim Thema zentrale Beschaffung. Jedes Jahr bietet das BBG-Forum rund 60 Veranstaltungen an, in denen die BBG ihr Wissen weitergibt. Die BBG ist auch gern gesehener Partner der Europäischen Union wenn es darum geht, in EU-Twinning-Projekten Wissen an neue oder zukünftige Mitglieder weiterzugeben. Zuletzt war die Bundesbeschaffung in Estland, Rumänien und Bulgarien im Einsatz. Aber auch im Rahmen des EU-Projekts Peppol, das grenzüberschreitende Beschaffungen möglich machen soll, ist der e-Shop der BBG Vorbild für künftige Lösungen.
European E-Government Award
„Der E-Government-Award ist die wichtigste Auszeichnung in ganz Europa. Die 259 Einreichungen aus ganz Europa präsentierten die besten E-Government-Lösungen aus 34 Ländern“, erklärt Andreas Nemec. Der Europäische E-Government-Award ist eine Initiative der Europäischen Kommission und wird alle zwei Jahre vergeben – zeitgleich mit den EU-Ministerkonferenzen zum Thema E-Government. Ziel dieses Awards ist es, die Implementierung der europäischen E-Government-Strategie zu unterstützen und den Austausch guter Beispiele zu erleichtern. Seit der ersten Preisverleihung 2003 haben die Awards die besten IKT-basierten Lösungen für öffentliche Verwaltungen in Europa hervorgehoben. Die Europäische Kommission hat gestern unter 52 Finalisten die Gewinner des Europäischen E-Government-Awards 2009 bekanntgegeben. Die 52 ausgesuchten Projekte wurden von öffentlichen Institutionen in 17 verschiedenen europäischen Ländern auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene, auch grenzübergreifend, erarbeitet. Alle Projekte tragen signifikant zur Effizienzsteigerung der öffentlichen Services in Europa durch digitale Technologie bei.
Die eingereichten Projekte vereinfachen Bürgern und Firmen den Zugang zu öffentlichen Services, reduzieren die administrativen Aufgaben und erhöhen die Effizienz der öffentlichen Verwaltung. Alle Finalisten verwenden Applikationen auf dem neuesten Stand der Technik wie innovative Websites und Portale, SMS-basierte Services, Web 2.0, aber auch andere Lösungen, die auf Informations- und Kommunikationstechnologie basieren.
Während der Veranstaltung nahmen die Finalisten an einer groß angelegten Ausstellung teil, um ihre Projekte zu präsentieren. Eine internationale Jury, bestehend aus unabhängigen Experten im Bereich E-Government, besuchte diese Ausstellung und wählte die besten Projekte aus. Im Mittelpunkt der Bewertung standen die Kriterien Wirkungsgrad, Innovation und Vorbildcharakter. Der Preis wurde in den folgenden Kategorien vergeben:
1) Unterstützung des Binnenmarkts: Stärkung des Binnenmarkts durch die Erhöhung der Mobilität für Firmen und Bürger in der EU
2a) Verbesserung des Zugangs zu öffentlichen Services für Bürger
2b) Verbesserung des Zugangs zu öffentlichen Services für Firmen durch neue Geschäfts- und Einsparungsmöglichkeiten, v.a. für KMU
3) Vereinfachung und Effizienzsteigerung der öffentlichen Services und administrativen Prozesse und damit Reduzierung der administrativen Aufwände.
Die Gewinner
In der Kategorie 1 – Unterstützung des Binnenmarkts – gewann das österreichisch-deutsche Projekt EU-OPA, das den grenzüberschreitenden Zahlungsablauf zum Thema hat. In der Kategorie 2a setzte sich das dänische Projekt Genvej durch, das Bürgern Service-Zugänge zu allen relevanten öffentlichen Informations- und Servicebereichen bietet. In der Kategorie 2b gewann der elektronische Marktplatz der italienischen Verwaltung. In der Kategorie 3 – Verbesserung der Effizienz der Verwaltung – gewann das portugiesische Projekt AFN/MB mit einer Lösung zur elektronischen Abwicklung von Jagdlizenzen. Auf dem zweiten Platz in dieser Kategorie folgte die Bundesbeschaffung.
Ansprechpartner für Medien
Katharina Saremba
katharina.saremba@bbg.gv.at
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