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Bundesbeschaffungsgesellschaft feiert Geburtstag: Zehn Jahre sparen für die Republik
Wien, 26.09.2011. Zentraler Einkauf erspart der Öffentlichen Hand jährlich 200 Mio. Euro, 1 Mrd. geringere Ausgaben binnen drei Jahren erreichbar
Wie die Verwaltungsreform Schritt für Schritt funktioniert, sieht man am Beispiel der Bundesbeschaffung: Der zentrale Einkauf von Gütern und Dienstleistungen über die 2001 gegründete Bundesbeschaffung GmbH hat der Republik, Ländern und Gemeinden bisher eine Milliarde Euro erspart. Zuletzt waren es sogar jährlich rund 200 Millionen Euro. Die Bundesministerin gratuliert den beiden Geschäftsführern Andreas Nemec und Hannes Hofer und den Mitarbeitern der Bundesbeschaffung zu diesem außergewöhnlichen Erfolg.
"Diese erfreulichen Einsparungen lassen sich bei gutem Willen binnen etwa drei Jahren auf eine Milliarde pro Jahr verfünffachen", betonte die Bundesministerin für Finanzen, Dr. Maria Fekter, anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Bundesbeschaffungsgesellschaft bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien.
"Der Schlüssel dazu liegt bei den einzelnen Ministerien, vor allem aber bei Ländern und Gemeinden sowie im Gesundheitssektor."
Die Bundesbeschaffungsgesellschaft kauft für den Bund Waren und Dienstleistungen in 31 Beschaffungsgruppen über professionelle Ausschreibungsverfahren ein. Darüber hinaus bietet sie ihre Dienstleistungen ausgegliederten Gesellschaften (z. B. Asfinag, Bundesforste, Bundesrechenzentrum, Universitäten,...), dem Gesundheitssektor sowie Ländern und Gemeinden an.
Für die öffentlichen Auftraggeber bringt die Abwicklung ihrer Einkäufe über die Bundesbeschaffungsgesellschaft sehr oft bessere Einkaufskonditionen, für die Auftragnehmer Fairness und Berechenbarkeit, Planungssicherheit in der Abwicklung und damit geringere Kosten. Solche Aufträge sind zu hundert Prozent transparent: Von der Ausschreibung bis zur Vergabe wird jeder Schritt dokumentiert. Absprachen und Bevorzugungen von Auftragnehmern sind ausgeschlossen.
Im Jahr 2010 hat die BBG Einkäufe im Volumen von 886 Mio. Euro abgewickelt, 2011 werden es über 900 Mio. Euro sein.
Am Beispiel von vier Beschaffungsgruppen belegte der Geschäftsführer der Bundesbeschaffungsgesellschaft, Mag. Andreas Nemec, die Bedeutung moderner Managementmethoden im Einkauf der Öffentlichen Hand:
- So betreiben Innenministerium, Finanzministerium, das Land Oberösterreich und das Arbeitsmarktservice ein nach privatwirtschaftlichen Kriterien optimiertes Fuhrparkmanagement. Der Effekt: Über 4000 Fahrzeuge verursachen samt Service, Wartung, An- und Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen nur noch die Hälfte der Kosten des amtlichen Kilometergeldes.
- "e-Reisen": Alle Ministerien kaufen ihre Flugtickets über ein Online-Bestellsystem ein. Bei 10.000 Tickets pro Jahr betragen die jährlichen Einsparungen 2,5 Mio. Euro. Erfreulicher Zusatzeffekt: Die Mitarbeiter nützen die Vorteile preisgünstiger Economy-Tarife weitaus stärker als früher (85 statt knapp 50 Prozent aller Reisen).
- Die Beschaffung moderner Voice-over-IP-Telefone samt zentralen Servern für mehrere Ministerien senkte die Kosten um rund 40 Prozent. Die Anlagen sind für eine zukünftige effiziente Abwicklung von Videokonferenzen geeignet, die viele Dienstreisen überflüssig machen werden.
- Ein besonders beeindruckendes Beispiel für effizienten Einkauf stammt aus dem Gesundheitssektor: Der gemeinsame Einkauf medizinischer Gase erspart dem Land Oberösterreich zwei Drittel der bisherigen Kosten.
Ansprechpartner für Medien
Sabrina Kirchner
sabrina.kirchner(at)bbg.gv.at
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