„Nachhaltigkeit rechnet sich“ – Rekordbeteiligung bei Einkaufsmesse der Bundesbeschaffung.

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„Nachhaltigkeit rechnet sich“ – Rekordbeteiligung bei Einkaufsmesse der Bundesbeschaffung

Wien, 19.11.2008. Am 18. November 2008 fand im Austria Center Vienna zum zweiten Mal die Fachmesse „Nutzen.Leben – Nachhaltig.Handeln“ statt. Mit über 140 Ausstellern und fast 1500 Besuchern aus dem öffentlichen Dienst ist die Messe der Bundesbeschaffung das größte Branchenevent für den öffentlichen Einkauf.

140 zufriedene Aussteller, fast 1500 begeisterte Besucher, vier plastische Showrooms zu den Themen Fuhrpark, Küche, Büro und Schule und eine nachhaltige Podiumsdiskussion – die Bundesbeschaffung setzte mit der zweiten Fachmesse für den öffentlichen Einkauf erneut einen Meilenstein.

„Es tut uns sehr gut, dass der Zuspruch von Kunden und Lieferanten so groß ist und immer größer wird. Für die Messe konnten wir nicht nur mehr Aussteller gewinnen, sondern hatten bereits eine Woche vor der Veranstaltung mehr als tausend Kunden-Anmeldungen“, sagte BBG-Geschäftsführer Andreas Nemec erfreut bei der Eröffnung.

Die Aussteller waren aufgeteilt auf die Zonen Fuhrpark, Küche, Büro und Schule. „In jedem der Bereiche gab es einen eigenen Showroom, in dem nicht nur die Kunden beraten wurden, sondern wo auch die Fachvorträge stattfanden“, berichtet BBG-Geschäftsführer Hannes Hofer. Vielfältige Referate rund um das Thema Nachhaltigkeit, Best-Practice-Beispiele aus der Verwaltung und Auftritte wie Show-Cooking und zauberhafte Chemiestunden sorgten für ein dichtes Programm während des ganzen Tages.

Umfassendes Angebot für öffentlichen Einkauf

Aber nicht nur Lieferanten der Bundesbeschaffung waren heuer auf der Messe „Nutzen-Leben – Nachhaltig.Handeln“ vertreten. Zahlreiche Shared-Service-Dienstleister – vom Bundesrechenzentrum bis zur Bundesimmobiliengesellschaft – waren mit ihren Leistungen vertreten und stellten ihre Angebote für die öffentliche Verwaltung vor. „Ein erster Schritt, um der Verwaltung wirklich ein umfassendes Event zum Thema öffentlicher Einkauf anzubieten“, so Geschäftsführer Nemec.

In den letzten Jahren hat die Bundesbeschaffung gezeigt, dass sie aus dem öffentlichen Einkauf nicht mehr wegzudenken ist. Andreas Nemec: „Die Zusammenarbeit mit den Ressorts läuft auf einem sehr hohen professionellen Niveau und in angenehmer Atmosphäre ab. Unsere Drittkunden wie Länder, Gemeinden und ausgegliederte Unternehmen finden auch immer mehr Gefallen an unseren Leistungen und rennen uns die Türen ein. Wir haben uns etabliert und sind der Ansprechpartner für öffentlichen Einkauf.“

Die Leistungen der Bundesbeschaffung gehen in der Zwischenzeit weit über den Einkauf hinaus. „Mit dem Vergabekompetenzcenter, das von unseren Juristen hausintern betreut wird, bieten wir jeder öffentlichen Stelle die Möglichkeit, sich bei Ausschreibungen beraten zu lassen. Zusätzlich starten wir mit dem BBG-Forum auch ein intensives Schulungs- und Weiterbildungsprogramm“, erklärte Hannes Hofer weiter.

Fünf Jahre Kooperation mit dem Gemeindebund

Gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund veranstaltete die BBG im Rahmen der Messe auch einen Bürgermeister-Empfang. Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, zeigte sich mit der Zusammenarbeit mit der Bundesbeschaffung sehr zufrieden: „Wir feiern heuer ein Jubiläum, denn seit genau fünf Jahren arbeitet der Gemeindebund mit der BBG zusammen. Der Weg war anfangs zwar steinig, aber heute beziehen bereits mehr als 600 Gemeinden Waren und Dienstleistungen von der BBG. Mit der BBG haben wir im Bereich Großbeschaffungen einen perfekten Partner gefunden.“

Andreas Nemec kann hier nur zustimmen: „Die Bundesbeschaffung hat sich bei den österreichischen Gemeinden als Plattform für den öffentlichen Einkauf etabliert. Zuletzt haben wir auf Initiative des Landes Oberösterreich Kommunalfahrzeuge in unser Portfolio aufgenommen. Auf diesem Erfolg wollen wir die weitere Zusammenarbeit aufbauen.“

140 Aussteller sind mit Programm und Kundenzulauf zufrieden

Eine unglaubliche Bandbreite an Angeboten aus den verschiedensten Bereichen boten die 140 Aussteller der Messe – vom Personalberater bis zum Möbelproduzenten und vom Reiniger bis zum Stromkonzern waren alle relevanten Lieferanten vertreten. Große Schwerpunkte bildeten IT und Telekommunikation mit Hardware, Software, Telefonie und Büromaschinen sowie der Fuhrpark mit über 20 Kommunaltraktoren, Unimogs und Straßendienstfahrzeugen.

„Als Lieferant von Büromöbeln standen wir im Bereich des Showrooms Büro und konnten diesen daher auch live miterleben. Die Fachvorträge und Shows waren erstklassig und haben auch uns viele Informationen geliefert. Es waren viele Kunden bei unserem Stand und vor allem vormittags konnten wir mit vielen Kunden aus den Bundesländern sprechen“, sagte Sylvia Niemannsgnuss von der Möbelfirma Wiesner Hager.

Für Ricoh ging die Messe „Nutzen.Leben – Nachhaltig.Handeln“ besonders erfolgreich über die Bühne. „Wir konnten uns auf unserem Stand hervorragend präsentieren. Die Organisation und das Service bei der Messe waren ausgezeichnet. Wir haben viele unserer momentanen Kunden gesehen und konnten auch viele neue Kunden über unsere Produktmöglichkeiten informieren“, berichtet Josef Grabner von Ricoh Austria.

1500 Besucher zeigen sich von BBG-Messe begeistert

Peter Schlerith von der Handelsakademie Wien 11 hat vor allem der Showroom Schule gefallen: „Wir sind schon lange Kunde der BBG und interessieren uns natürlich in erster Linie für Schul-Produkte. Die neuen Möglichkeiten im Lehrbereich, insbesondere der Vortrag über den Wandel in den Unterrichtsmethoden mit der Präsentation des Whiteboards, war sehr beeindruckend. Auf der Messe konnten viele neue Kontakte knüpfen und auch neue Techniken sehen.“

Josef Obruca von der Justizanstalt St. Pölten war bereits 2006 bei der BBG-Messe: „Die Organisation ist sehr gut, das angebotene Service ist gewaltig. Für uns war es wichtig, einen Überblick zu bekommen, welche Produkte neu sind und welche auch für uns als Justizanstalt in Frage kommen. Die Messe 2006 hat uns bereits sehr gut gefallen, aber dieses Jahr war das Angebot größer, das Service höher und das gesamte Ambiente noch besser.“

„Der Besuch der BBG-Messe hat sich für uns auf alle Fälle ausgezahlt. Wir konnten nicht nur unsere Lieferanten wiedersehen, mit denen wir ja meistens nur in telefonischem Kontakt stehen, sondern auch in die Einkaufsbereiche schnuppern, für die wir im Ministerium nicht unmittelbar zuständig sind. Unser Highlight war das Show-Cooking – neben den Gesprächen mit den Lieferanten und dem tollen Angebot hat uns diese Show am besten gefallen“, meinte Manuela Bierbaum, Einkäuferin im Bundesministerium für Inneres.

BBG-Geschäftsführer sind stolz auf das Ergebnis

Vor der Podiumsdikussion „Club N“ nutzten Andreas Nemec und Hannes Hofer die Chance, dem Publikum ihr Resümee und ihre Highlights des Messetages zu präsentieren.

„2007 wurden Einkäufe im Wert von 800 Millionen Euro über die Bundesbeschaffung getätigt. Unsere Messe ‚Nutzen.Leben – Nachhaltig.Handeln’ hat gezeigt, wofür dieser Wert wirklich steht. Mit einem Produktportfolio von Traktoren, Abteilungsdruckern und Labormitteln zu Reinigungsfirmen, Risikomanagement und Dienstreisen deckt die BBG fast alle Bereiche des öffentlichen Einkaufes ab“, zeigt sich Andreas Nemec stolz.

Hannes Hofer ging besonders auf das übergreifende Thema Nachhaltigkeit ein: „Durch das große Beschaffungsvolumen trägt die öffentliche Verwaltung eine besondere Mitverantwortung in ökonomische, sozialer und ökologischer Hinsicht für die Zukunft. Mit ihren Produkten zeigten auch unsere Lieferanten, wie modern und zukunftsweisend sie bereits sind. Nachhaltiges Handeln wurde auch in den zwölf Fachvorträgen intensiv behandelt.“

„Nachhaltiges Handeln muss sich auch rechnen“

In der abschließenden Podiumsdiskussion stellten Ingela Bruner, Rektorin der Universität für Bodenkultur Wien, Wolfgang Anzengruber, designierter Vorstandsvorsitzender beim Verbund, Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes und Werner Wutscher, Vorstandsdirektor bei Rewe unter der Leitung von ORF-Journalist Gerhard Jelinek ihre Ansätze zu nachhaltigem Handeln vor.

„Das Thema Nachhaltigkeit, das in der Vergangenheit so intensiv diskutiert wurde, ist durch die Finanzkrise fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. Für uns als Universität bietet die Diskussion um Energie-Verbrauch, CO²-Reduktion und Nachhaltigkeit aber enorme Chancen, weil wir durch unser Bildungsangebot die Experten zu diesen Themen ausbilden“, so Bruner.

Die sinkende mediale Präsenz sieht auch Wolfganz Anzengruber als Problem: „Nachhaltigkeit hängt für uns als Energie-Unternehmen ganz zentral vom Verhalten des Kunden ab, denn das nachhaltigste Produkt ist nicht unbedingt immer auch das billigste. Erst wenn Kunden ihren Energieverbrauch umstellen, haben wir auch die Möglichkeit, unsere erneuerbaren Energiequellen auszubauen und zu verbessern“, skizzierte Anzengruber die beschränkten Möglichkeiten im freien Wettbewerb.

Gerhard Heilingbrunner verwies auf den stark steigenden Energieverbrauch: „Momentan ist es so, dass jeglicher Zuwachs an erneuerbarer Energie durch den enormen Zuwachs im Energieverbrauch aufgefressen wird. Wir brauchen deshalb eine gemeinsame Anstrengung, um diese Entwicklung zu stoppen.“

Werner Wutscher sieht die Vorteile von Nachhaltigkeit vor allem in der Regionalisierung der Beschaffung:

„Nachhaltiges Handeln muss sich für einen Betrieb rechnen. Wir haben über ein Jahr gebraucht, um mit den ÖBB zu einem zufrieden stellenden Ergebnis bei der Umstellung unserer Logistik auf die Schiene zu kommen. Nicht vergessen darf man beim Thema Nachhaltigkeit aber auch die soziale Komponente. Nur durch breite Information und intensive Schulung unserer 32.000 Mitarbeiter war es möglich, den Energieverbrauch in unseren Filialen radikal zu senken.“

Nutzen.Leben 2009?

Wann die nächste Messe der Bundesbeschaffung stattfinden wird, ist noch nicht entschieden. „Bei diesen vielen positiven Rückmeldungen von Kunden und Lieferanten ist die Lust natürlich groß. Entschieden wird dies erst in den nächsten Wochen“, erklärt BBG-Geschäftsführer Hannes Hofer.

Andreas Nemec konkretisiert die nächste Messe bereits: „Als passendes Thema für die nächste Messe könnte ich mir ‚Innovation’ sehr gut vorstellen. Schon in den Vorbereitungen für die Messe hatten wir viele Ideen, die aus Zeitgründen nicht in das Programm aufgenommen werden konnten.“

Ansprechpartner für Medien

Florian Unterberger
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