Pan European Public Procurement Online (Peppol).

Logo Bundesbeschaffung GmbH

Pan European Public Procurement Online (Peppol)

Die BBG beteiligt sich gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) und dem Bundesrechenzentrum (BRZ) an dem europäischen Projekt „Pan European Public Procurement Online“ (Peppol). Das Projekt hat zum Ziel, die elektronische Kommunikation zwischen Lieferanten und den öffentlichen Auftraggebern voranzutreiben und europaweit zu vereinheitlichen. Jedes Unternehmen in Europa soll mit jedem öffentlichen Auftraggeber in jedem EU-Land auf der Basis standardisierter Verfahren elektronisch kommunizieren können. Die bestehenden nationalen Lösungen werden verbunden und nach den gleichen Standards ausgerichtet.

Insbesondere werden die nachfolgenden Aspekte des Beschaffungsprozesses abgedeckt:

  • elektronische Signatur
  • elektronischer Katalog
  • Lieferantendokumentation
  • elektronische Bestellung und
  • elektronische Rechnung

Die BBG als Beschaffungsdienstleister der Republik koordiniert infolge ihrer Kernkompetenz im Beschaffungsbereich europaweit das Arbeitspaket der elektronischen Bestellung (E-Ordering). Dabei werden die Erfahrungen mit dem bewährten e-Shop der BBG international eingebracht. Darüber hinaus arbeitet die BBG intensiv beim Ausbau der Nutzung des elektronischen Katalogs in Angebots- und Abrufphase mit.

Auch die europäische Kommission selbst hat ein Pilotprojekt für die Einführung von elektronischen Verfahren mit ihren Lieferanten gestartet, welches mit dem Peppol Projekt koordiniert wird.

Peppol verbindet öffentliche Auftraggeber mit allen Lieferanten - europaweit.

Peppol-Head-Meeting in der BBG

Alle zwei Monate treffen sich die acht Leiter der Arbeitspakete in einem der im EU-Peppol-Projekt teilnehmenden Länder mit dem Projekdirektor und zusätzlichen technischen und Branchenspezialisten zum standardmäßigen „Project Management Team Meeting“.

Im Jänner 2010 lud das österreichische Nationalkonsortium Peppol.at zu diesem Treffen ein und die BBG durfte in ihren Besprechungsräumlichkeiten in der Lassallestraße Gastgeber sein. 15 Projektmanager aus sieben Ländern bearbeiteten in einem ganztägigen Treffen eine dichte Agenda von elf Tagesordnungspunkten mit einer großen Bandbreite aus den Bereichen Projektpolitik und Projektinhalte.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Gesamtprojekt sowohl inhaltlich als auch finanziell im Plan ist, die Softwarekomponenten der einzelnen Arbeitspakete nahezu fertig spezifiziert und die anstehenden Herausforderungen der Implementierung der gut abgestimmt geplant sind. Weiterführende inhaltliche Informationen finden Sie in englischer Sprache unter www.peppol.eu.

Eine Fotogalerie des konstruktiven Treffens mit interessanten und klärenden inhaltlichen Diskussionen zur weiteren Vorgangsweise finden Sie nebenstehend.

Im Februar wir das Treffen auf dieser Ebene virtuell als Internet-Konferenz stattfinden, im März wiederum physisch – voraussichtlich in Brüssel.

Erweiterung im Projekt Peppol

Die Vision und das Ziel des Projektes Peppol, dass jedes Unternehmen europaweit mit jeder Behörde elektronisch kommunizieren kann, findet große Begeisterung. Mehrere Staaten haben seit Projektbeginn noch Interesse an einer Teilnahme gezeigt, und wollten auch in das Projekt einsteigen. Die Europäische Kommission hat auf die Anfragen reagiert und sich dazu entschlossen, dem Projekt zusätzliche Fördergelder zur Verfügung zu stellen.

Um eine rasche Eingliederung zu ermöglichen sowie vom neuen Know How zu profitieren, werden die Interessenten in die bestehenden Arbeitspakete eingegliedert – und zwar dort wo sie optimale Erfahrungen einbringen können und damit die gemeinsame europäische Linie wesentlich stärken.

Die Laufzeit des Projektes wurde auf 3,5 Jahre erweitert; das Gesamtbudget wird dabei auf 30.000.000 EUR aufgestockt. Davon werden 50% seitens der Europäischen Kommission gefördert. Insgesamt werden 6 neue Länder im Zuge der Erweiterung zusätzlich in das Projekt PEPPOL integriert, womit nun 14 Länder im Projektkernteam vertreten sind.

Das Gesamtprojektteam erstreckt sich durch die Erweiterung nun nahezu auf sämtliche EU- und EFTA-Staaten – nur noch Polen und Liechtenstein sind zu gewinnen. Somit kann das Projekt schon jetzt als großer Erfolg bezeichnet werden. Ab sofort gilt es also nur noch gemeinsam die hohen Erwartungen zu erfüllen, und das geplante Vorhaben lt. Projektplan umzusetzen.  

Face-to-Face-Meeting in Wien am 11./12. Juni 2009

Innerhalb des internationalen Projektes Peppol mit Teilnehmern aus Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Ungarn, Italien und Norwegen sind regelmäßig persönliche Treffen nötig, um den genauen Status Quo sowie die weitere Vorgehensweisen zu besprechen. Die BBG leitet mit Mag. Stefan Krammer das Arbeitspaket 4 „E-Ordering“ und hat hierzu zusätzlich zu den wöchentlichen Telefonkonferenzen am 11. und 12. Juni 2009 ein sogenanntes Face-to-Face Treffen (persönliches Aufeinandertreffen der einzelnen Projektmitglieder) in den Räumen der BBG veranstaltet.

Das Projekt Peppol liegt nach wie vor hervorragend im Zeitplan. Nächster Schwerpunkt wird der Bau eines Testpiloten sein, um Abläufe und Infrastruktur im Vorhinein überprüfen zu können. Neben den Erfolgskriterien für einen erfolgreichen Piloten waren vor allem div. Test-Tools sowie Bemühungen geeignete Käufer–Verkäufer Paarungen zu finden, die Hauptthemen der internationalen Gespräche. Der genaue Datenaustausch zwischen den Ländern wird durch Dokumente, welche von CEN/BII (vom europäischen Normungsinstitut zertifizierte Schnittstellen für internationalen Warenaustausch) beglaubigt wurden, erfolgen.

Weitere Details zu den oben erwähnten Themengebieten werden im nächstens F2F-Meeting mit einem führenden Spezialisten im Bereich E-Procurement besprochen.

Internationales Peppol-Meeting in der BBG

Am 31.03.2009 und 01.04.2009 hat in der BBG ein zweitägiges Meeting im Rahmen des Projektes Peppol stattgefunden. Zahlreiche internationale Teilnehmer kamen zu dem Meeting bzgl. des Work-Packages 3 „eCatalogue“, u.a. Vertreter aus Norwegen, Italien, Portugal, Belgien, Finnland, Dänemark und Ungarn.  

Die Arbeitsgruppe strebt eine Standardisierung von elektronischen Katalogformaten im Rahmen des öffentlichen Auftragswegens an. Elektronische Kataloge spielen nicht nur bei der Bestellung, sondern auch schon bei der Vergabe (E-Tendering) eine zentrale Rolle. Durchgängige technische Lösungen für solche Aufgaben gibt es heute noch nicht, da es auf nationaler und internationaler Ebene noch keine einheitlichen Standards und Formate dafür gibt.